OWUL im Oktober mit Luminescent

Für unsere OWUL- Lesebühne am Donnerstag, den 6. Oktober in der Z-Bar haben eine junge Liedermacherin namens Nicole Carter Cash eingeladen und nun kommt eine junge Liedermacherin namens Luminescent, die perfekte Coversongs von Nicole Carter Cash singt und auch noch genauso aussieht. (Wir haben Lumineszenz bei Wikipedia nachgeschaut und es auch nach dem x-ten mal Lesen nicht verstanden. Das wird dann wohl das OWULrakel klären müssen.)
Luminescent ist Importware aus McPomm, mal laut, mal leise, mal deutsch mal englisch. Bereits ein Jahr nach ihrem DEBUTALBUM „Was kommt, geht und bleibt“ werden schon die Kerben einer neuen EP in Venil gekratzt. In Handarbeit dauert das sehr lange, vermutlich bis Anfang 2017.
Wir freuen uns auf gefühlvolle ehrliche Texte und Gitarrenmusik von Luminescent

OWUL, Do. 6. Oktober 2016 um 20:00 – 22:00, Z-Bar Berlin Bergstraße 2 10115 Berlin, Eintritt frei! Künstlerkasse

www.facebook.com/luminescent.music

OWUL im September mit Maria Jacobi

Wir begrüßen zur OWUl am 1. September in der Z-Bar die Liedermacherin Maria Jacobi.

 

Wir begrüßen zur OWUL am 1. September in der Z-Bar die Liedermacherin Maria Jacobi als ersten *Gast nach der Sommerpause!!

Eigentlich ist sie Singer/Songwriter, aber diese Bezeichnung lässt sich (ähnlich wie Killer) im Deutschen nicht ordentlich gendern. Während des OWULrakels könnte man ja den Unterschied klären … Warum gibt es Liedermacher und deutschsingende Singer/ Songwriter wäre eine prima Frage …

Maria Jacobi ist eine Migrantin aus dem Südschwarzwald, die außer Berlin noch zahlreiche andere Orte in der Welt ausprobiert hat und freiwillig nach Berlin zurückgekommen ist. Sie bespielt Open Airs, Hallen, Clubs und die Straße, studiert nebenbei Philosophie und Mathematik und hat schon zwei Alben veröffentlicht.

https://mariajacobi.com/

Blick in die Zukunft (Juni 2016)

Am Ende einer jeden OWUL lesen wir einen Text über die Zukunft, wie sie sein wird oder könnte oder würde, wenn. Es folgt der Ausblick aus der Show vom Juni 2016:

Juni 2016
Die erstmalige Aufrüstung der Bundeswehr seit dem Kalten Krieg führt zu Rekordgewinnen bei den Waffen- und Munitionsherstellern. Verteidigungsministerin von der Leyen lobt ihren Plan der langfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen. Dabei betont sie die Weitsicht ihrer Politik, denn durch die angestrebten Einsätze werde schlussendlich die zukünftige Konkurrenz im Billiglohnsektor dezimiert und ein enormer Bedarf an Wiederaufbau und Entwicklungshilfe geschaffen.
Hugo Boss entwirft darauf hin ungefragt neue Bundeswehr Uniformen. Schließlich habe man das ja schon bei der letzten Aufrüstung VOR dem kalten Krieg getan.

Das Volk von Großbritannien entscheidet sich gegen einen EU-Austritt. Laut Umfragen glauben 73%, dass sich das eh bald von selbst erledigt hat.

Juli 2016
Schneller als die Bundeswehr wächst nur noch die AFD. In einem Interview mit der Hamburger Allgemeinen Zeitung gesteht der AFD Partei-Vize Gauland: „Ich liebe es, auf deutschen Autobahnen mein Auto voll auszufahren, wenn es der Verkehr und die Bedingungen zulassen.“
Die Redaktion titelt mit: „Gauland dankt Hitler für den Bau der Autobahnen.“

August 2016
Aus US-Geheimdienstkreisen wird die Aufzeichnung eines Telefonats zwischen Merkel und Erdogan geleakt, in dem sich beide darauf verständigen doch einfach weiter den 100 Jahre zurückliegenden Völkermord an den Armeniern zu diskutieren um von den aktuellen Völkermorden abzulenken.

Das Zweckentfremdungsgesetz für Wohneigentum in Berlin wird gekippt. Michael Müller möchte den Berlin-Tourismus nicht ausbremsen. Die Imobolienfirmenverbände veranstalten einen Autokorso um die Siegessäule.

Weiterlesen „Blick in die Zukunft (Juni 2016)“

Zu Gast im Juni: Juston Buße

Die OWUL Lesebühne um letzten Mal vor der Sommerpause am Donnerstag, d. 02.06.16 in der Z Bar in Mitte. Zu Gast: Juston Buße

Österreich: Bundespräsidentenwahl oder die Parabel von Grün und Blau

Unser Österreich-Außenkorrespondent Dr. Bastian Mayerhofer hat seine Wahlprognose für die österreichische Bundespräsidentenwahl verfasst: Es wurde eine Parabel über die gespaltete Gesellschaft.

18.5.2016: 4 Tage bis zur Stichwahl

2 polarisierende Bundespräsidenten-Kandidaten

Noch 4 Tage bis zur Stichwahl zum Bundespräsidenten in Österreich. Norbert Hofer von der FPÖ und Alexander van der Bellen, unabhängiger Kandidat für die Grünen, sind noch im Rennen. Zwei Kandidaten wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten.

Hofer, der Burschenschaftler

Auf der einen Seite so ein fescher Mann, ein grader Michel, einer der redet und grinst als wäre er von einem Teddybären besessen. Einer aus dem Volk, einer der völlig zu Unrecht für einen extremen Rechten gehalten wird. (Ich meine nur wegen seines Fremdenhasses. Gut, und weil er sich gerne mit einer Kornblume schmückt, die das geheime Erkennungsmerkmal der NSDAP war.) Einer der für … äääh für was eigentlich … also gegen Flüchtlinge, gegen Islam, gegen Europa, und für … ähm, hmmm, für …. für dagegen ist! Einer der am liebsten in der Zeit zurückreisen wollen würde. Sagen wir mal so ca. 78 Jahre.

Van der Bellen, der Herr Doktor

Auf der anderen ein über 70-jähriger Wirtschaftsprofessor, ein Vorreiter in sozialen Fragen, ein intelligenter und diplomatisch geschickter Redner, der aus seiner Tabaksucht keinen Hehl macht, einer der als Flüchtlingskind nach dem zweiten Weltkrieg nach Österreich gekommen war, ein weltoffener Mensch, der für Pluralismus, eine offene Gesellschaft und moralische und zivilisatorische Werte eintritt. Einer, der es schafft, umweltpolitische, ethische und ökonomische Aspekte unter einen Hut zu bringen. Sprich ein „Kommunist“!!!

Kopf-an-Kopf-Rennen & 2 Lager

Ganz klar also. Es soll eine ganz enge Kiste werden. Umfragen haben ein Kopf-an-Kopf-Rennen prognostiziert. Oder wie man in Österreich sagt. Sackhüpfen siamesischer Zwillinge. Zur Sicherheit: sagt man nicht wirklich! Die gesamte Gesellschaft ist in zwei Lager geteilt.

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Sterngast im Mai: Johannes Kubin

Sterngast bei OWUL zu Christi Himmelfahrt ist Johannes Kubin. Der aus Hessen eingewanderte Musiker mit der Linkshänderklampfe spielt auf der Straße, vermehrt auch als gern gesehener Gast auf den Berliner Kleinkunstbühnen. Kennengelernt habe ich ihn auf einer Open Stage, wo er mir als Liedermacher, die was zu sagen hat und sichtbar liebt, was er da tut wie kein zweiter, aufgefallen ist. Er versteht Musik wohl mehr als Kommunikation, denn als Unterhaltungsbalsam, sodass er in vielen Projekten mitspielt und so auf den Videos auch selten allein zu finden ist.

Sterngäste im März: Oliver Rohde und Ben Everding

Nachdem sich jahrelang Vorleser, Auswendigende und Musikanten bei OWUL eingebracht haben, gibts am 3.3.16 eine Horizonterweiterung. Denn wir haben erstmals einen Zauberer  zu Gast:

Oliver Rohde

Aufgewachsen in Merlins Bart hat Oliver schon als kleiner Däumling viele Tricks gelernt, im Gegensatz zu den anderen Lehrlingen die in Merlins Unterhose eine äußerst eingeschränkte Sicht auf die Welt hatten.
Da man immer anders als der Meister sein will hat Oliver sich schnell von dem effektvollen Magiebrimborium abgewendet und praktiziert seine Kunst nun eher im Kleinen. Auch um die Kirche nicht erneut auf sich aufmerksam zu machen zaubert er nun als Close Up Zauberkünstler auf Veranstaltungen und in Shows. So nun auch bei OWUL.

http://www.zauberkunstberlin.de

Ben Everding

Und aus dem fernen Wien fliegen wir einen wahrhaftigen Anarcho-Kanarettisten ein. Sein Programm „Wir müssen die Mühle unseres Vaters verkaufen“ ist unvergleichlich. Er ist ein begnadeter Erzähler, ein Scharlatan und ein Virtuose an Stimmband, Zigarette und Stoffhund, dem man nichts glauben darf.  Aber man muss, man muss …

Zu erleben sind Oliver Rohde und Ben Everding zusammen mit der OWUL Stammbesetzung am Donnerstag, den 03.03.16 ab 20 Uhr in der Z-Bar in Mitte. Der Eintritt ist frei, man zahlt um zu gehn.

Sterngast im Februar: Mikes Wesensbitter

Mikis Wesensbitter ist Jahrgang ’68, Berliner, Underdog, Biertester, Roadie und Booker a.D., seit 2000 Journalist und seit 2013 auch Buchautor. Er hat jahrelang u.a. für das Legacy Magazin geschrieben. Als Autor begann er klassisch als Selbstverleger mit „Hört Franka eigentlich immer noch Black Metal?“ Zur 25. Wiedervereinigungsfeier erschien sein Buch „Wir hatten ja nüscht im Osten, nich mal Spaß“ in der Edition Subkultur. Dieses Tagebuch über das Jahr 1989 wird gerade von Alt, Jung, Ost und West gleichermaßen abgefeiert, wahrscheinlich, weils in dem Buch eben nur nebenbei um Ost und West geht.  Neben den beiden Büchern verkauft er auf seinen Lesungen auch T-Shirts und verschenkt manchmal Konserven und Bierdosen.

Live und in Farbe  bei OWUL am 04.02.2016 ab 20 Uhr in der Z-Bar.

Der Eintritt ist frei, man zahlt, um zu gehen.

 

Der OWUL Jahresrückblick 2015 – Teil 3*

Von Thomas Manegold

Herbst 2015

Der IS sprengt den Tempel das Bal. Deshalb ereignet sich eine totale Mondfinsternis, die besonders im Süden Deutschlands gut zu beobachten ist. Die Streuung von langwelligem Licht im Schattenkegel lässt den Mond als Blutmond rot erscheinen. Neue Deutungen dieser Ereignisse und Studien des Biene Maja Kalenders sagen ein nahendes Ende der Welt voraus.

Zunächst beeinträchtigt ein Sandsturm das öffentliche Leben in Syrien. Insgesamt kommen dabei alle zehn Personen ums Leben, die sich am öffentlichen Leben in Syrien beteiligt hatten. Ein Erdbeben der Stärke 8,4 erschüttert Chile.

Namentlich schafften es u.a. die Schriftsteller Rainer Kirsch und Max Kruse in den Nekrolog von Wikipedia. Auch der Amokläufer Rafik Mohamed Yousef, der in Berlin erschossen wurde. Adrian Frutiger stirbt, der Erfinder der nach ihm benannten Schrift, die u.a. auf unseren Verkehrsschildern eingesetzt wird.

Der Rest der Toten in den Nachrichten stirbt aber, wie es sich gehört, anonym und durch Hunger, Krieg, zu wenig oder zuviel Wasser. Durch Waffenlieferungen und subventionierte Hühnerabfälle aus Deutschland, Pesizide, Mord, zu viel Alkohol, zu wenig Alkohol und dergleichen. Weiterlesen „Der OWUL Jahresrückblick 2015 – Teil 3*“

Der OWUL Jahresrückblick 2015 – Teil 2*

Von Thomas Manegold & Mattias Niklas

FRÜHLING 2015

Im US-Bundesstaat Kalifornien wird das Wasser knapp. Der Gouverneur ordnet an, dass diejenigen, die bereits wenig Wasser verbraucht hatten, in Zukunft noch weniger Wasser verbrauchen zu haben, während diejenigen, die viel Wasser verbraucht hatten, in Zukunft genauso viel Wasser zum Verbrauchen haben werden.

In der Schweiz einigt man sich mit dem Iran. Wenn der Iran in Zukunft nur das macht, was andere machen – Atomstrom – dann machen die anderen mit dem Iran das, was sie mit allen anderen machen – handeln. Darüber hat sich Israel total aufgeregt, obwohl es das bereits hat, was der Iran nicht haben darf.

In Tröglitz wird die erste brennende Asylunterkunft gefilmt.

In der Türkei wird über die Definition des Begriffs „Völkermord“ öffentlich diskutiert. König Erdogan lässt zeitweilig den Zugang zu den sozialen Netzwerken sperren. Außerdem ist er irgendwie sauer auf den Papst, unseren Bundespräsidenten, die eigene Linke und irgendwelche Parkbesucher gewesen … und auf die PKK im Speziellen und die Kurden im Allgemeinen. Weiterlesen „Der OWUL Jahresrückblick 2015 – Teil 2*“